Exkursion der Klassen 9 nach Dachau

Groß (Dachau_Zeit)
Foto: Geisthart (FHG)

Das KZ in Dachau – ein Begriff, den Menschen rund um den Globus mit Angst und Schrecken verbinden. Ein Ort, an dem zwischen 1933 und 1945 ca. 40.000 vor allem Juden und andere unschuldige Gegner des Nazi-Regimes auf grausame Art und Weise ermordet wurden. 
Umso wichtiger ist es deshalb, auch heute, über 80 Jahre nach Kriegsende, dem Schicksal dieser Menschen zu Gedenken und zu Erinnern. Aus diesem Anlass fuhren wir, die Neunten Klassen des FHGs am 18. März 2026 mit zwei Reisebussen zur Dachauer KZ-Gedenkstätte. Dort wurden wir am frühen Mittag sehr freundlich von unserem Guide begrüßt, der uns für die nächsten vier Stunden auf dem Gelände begleiten sollte. 
Zuerst zeigte er uns den sogenannten riesigen Appelplatz, auf dem täglich tausende Häftlinge gedemütigt, schikaniert und bloßgestellt wurden. Anschließend besichtigten wir die ehemaligen Wirtschaftshäuser des Lagers, in dem sich heute ein Museum befindet, das nochmals sehr aufschlussreich die Hintergründe des Holocausts aufzeigten. Als besonders eindrucksvoll empfanden wir die zahlreichen Vitrinen, in denen der meist sehr wertvolle ehm. Besitz der Häftlinge aufbewahrt war – denn sowohl dieser als auch ihre Kleidung mussten sie bei der Aufnahme ins Lager gegen Häftlingsuniformen tauschen. Im Anschluss daran setzten wir unsere Besichtigung in den Baracken fort, in denen die „prominenteren“ Gefangenen untergebracht waren – von der Gefangengen als „Bunker“ bezeichnet und beschäftigten uns mit ihren unglaublichen Schicksalen. Hier fristeten u.a. der evangelische Theologe Martin Niemöller oder der Tischler Georg Elser, der 1939 einen gescheiterten Attentatsversuch auf Hitler unternahm, mehrere Jahre isoliert ihr Dasein. Danach merkte man, wie die Stimmung bei vielen zunehmend gedrückter wurde, denn wir liefen auf den wahrscheinlich grausamsten Ort des Lagers zu: Dem Krematorium und der Gaskammer, in der die Ermordeten massenhaft verbrannt wurden. Während wir durch diese Räume liefen, sagte niemand ein Wort. Aus Bedrücktheit, aber auch aus Respekt der Menschen, die nur aufgrund ihrer Religion, Meinung, Nationalität, sexuellen Orientierung oder körperlich-psychischer Einschränkung hier den Tod fanden. Der letzte Halt unserers Rundgangs waren die „normalen“ Barracken: Wir waren unglaublich geschockt, von dem Ort, an dem Menschen in mehrstöckigen Holzbetten dicht an dicht, ohne Wert auf Hygiene oder Intimität zu legen, schlafen mussten. 
Was von dieser Exkursion aber am meisten in Erinnerung bleiben sollte, ist die Botschaft, die groß in fünf verschiedenen Sprachen auf dem Appelplatz in Stein geschrieben steh. Eine Botschaft, die jeder, und wirklich jeder mit sich tragen und dafür einstehen sollte: Nie wieder. 
Von Moritz Lenhart-Höß (9d)

 

 

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