Sportmodell

Das Sportmodell am FHG

Rudern

 

Seit dem Schuljahr 2006 / 2007 wird das Sportmodell mit den Sportarten Schwimmen, Rudern, Kanun und Klettern für die Kl. 5 – Kl. 8 durchgeführt.

Zusätzlich zum normalen Schulsportartenkanon Leichtathletik, Turnen, Gymnastik-Tanz und den Mannschaftssportarten vermitteln wir in den Klassen

 

  • 5 und 6 Schwimmen im Mettnaubad
  • 7 die Wassersportarten Rudern und Kanu
  • 8 die Sportart Klettern

 

Der Wassersport ist fester Bestandteil des Sportunterrichts und kann in die Sportnote mit einfließen.

 

Sportmodell in Kl.7 Rudern / Kanu

 

Wie ist der Wassersportunterricht organisiert?

Für die Wassersportarten Rudern / Kanu werden die Klassen in zwei Gruppen geteilt, so dass immer nur ca. 12 – 15 Schülerinnen und Schüler in einer Doppelstunde unterrichtet werden.

Der Ruder- / Kanuunterricht findet bis zu den Herbstferien und ab den Osterferien von 14:00 -15:30Uhr bzw. 15:30 – 17:00Uhr je nach Gruppe statt.

Die Wassersportarten Rudern / Kanu werden je nach Wetterlage jeweils ca. 6 – 8  Doppelstunden unterrichtet.

 

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Nach dem Motto: „es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“, findet der Unterricht auch bei mäßigem Wetter statt. Es ist darauf zu achten, dass die Kinder für jedes Wetter die richtige Kleidung tragen.

Die Umkleideräume und Duschen des Ruderclubs / Kanuclubs stehen uns zur Verfügung. Bitte immer komplette Sportkleidung mit Unterwäsche und Handtuch mitbringen.

Selbstverständlich werden die Schüler keinen wetterbedingten Gefahren ausgesetzt, trotzdem treffen wir uns sofern nicht anders mitgeteilt bei jedem Wetter beim Ruderclub / Kanuclub, um dort gegebenenfalls die Rudergeräte im Kraftraum zu nutzen, Bootskunde oder Theorieunterricht zu machen.

 

Wo findet der Wassersportunterricht statt?

Rudern: auf dem Gelände des Ruderclubs „Undine“ (auf der Mettnau nach dem Wohngebiet Richtung Kur am Südufer)

Kanu: auf dem Gelände des Kanuclubs (Herzengelände, nach dem Jachtclub erstes Gebäude Richtung Moos)

Der Unterricht beginnt und endet vor dem Gelände des Ruderclubs / Kanuclubs. Der Hin- und Rückweg wird von den Schülern selbständig organisiert. (Wer sich nicht auskennt wendet sich an Mitschüler oder den Sportlehrer)

 

Informationen zum Rudern und Kanufahren

Es werden die Grundfertigkeiten des Ruderns und des Kanu/Kajaks vermittelt. Die „Schule am See“ bietet die Möglichkeit, neue Bewegungserfahrungen in zwei Wassersportarten zu sammeln. Auch sollen die Schüler den See als attraktive Sportstätte erfahren.

Rudern in Klasse 7

Beim Rudern wird vorwiegend in Gig-Doppelvierern gerudert. Dabei lernen die Kinder den Bewegungsablauf der Ruderschläge im Skull kennen, lernen wichtige Bootsmanöver und müssen sich mit der Mannschaft abstimmen. Sie sollten am Ende der Einheit rhythmisch und synchron einen Doppelvierer selbständig rudern können.

Kanu Klasse 7

Beim Kanu wird vorwiegend in Polo Einerkanadier gepaddelt. Dabei lernen die Kinder den Bewegungsablauf der Paddelschläge kennen und lernen ihr Boot selbständig und zielgerichtet zu steuern. Beim Kanupolospiel lernen sie dann unter Zeitdruck und Stress ihr Boot zu manövrieren und zu beherrschen. Nur dann ist das Werfen und Fangen des Balls möglich. Im Großkanadier lernen die Schüler den Rhythmus der anderen zu übernehmen und gemeinsam ein Boot zu steuern.

Dank der guten Wasserspotbedingungen, kann beim Rudern und Kanufahren ein besonders konzentrierter und motivierender Sportunterricht stattfinden. Wichtige Unterrichtsinhalte wie die Verbesserung eines neuen Bewegungsablaufs durch Übung und erreichen von Erfolg durch Anstrengungsbereitschaft werden erfahren. Auch die Teamfähigkeit und Entwicklung von Führungspersönlichkeit wird dabei geschult.

 

Sportmodell in Kl.8 Klettern

 

Wie ist das Klettern organisiert?

Von den 4-5 Sportgruppen der 8. Klasse ist eine Sportgruppe in der Doppelstunde beim Klettern im Kletterwerk, die anderen 4 Sportgruppen haben ihren Sportunterricht in der Sporthalle. Jeder Schüler der 8. Klasse ist somit ca. 6 – 8 Doppelstunden beim Klettern. Dort befindet sich ständige eine zweite Lehrkraft, so dass die Sportgruppe von ca. 24 – 30 Schüler geteilt werden kann.

Der Sportunterricht Klettern beginnt zur 5. Stunde im Kletterwerk und endet nach der 6. Stunde, so dass 80min effektive Unterrichtszeit verbleibt. Der Weg zur Kletterhalle beträgt ca. 10min.

 

Klettern Klasse 8Der Sportunterricht beim Klettern

Alle Schüler der 8. Klasse des Friedrich-Hecker–Gymnasiums gehen im Rahmen des Sportunterrichts für 6 bis 8 Doppelstunden ins Kletterwerk Radolfzell, anstatt in die Schulsporthalle, um sich dort die Grundlagen der Sportart Klettern anzueignen.

Da man beim Klettern ja auch herunterfallen kann, ist es besonders wichtig, sich zunächst mal über Sicherungsmaßnahmen Gedanken zu machen. Deshalb werden die Schüler in den ersten beiden Doppelstunden in die Sicherungstechnik des Kletterns mit Klettergurt, Klick-Up und Seil eingewiesen. Damit die sportliche Betätigung in diesen beiden Stunden nicht vernachlässigt wird, machen die Schüler auch erste Klettererfahrungen bei Boulderspielen.

Die meisten Schüler bemerken schnell, dass Klettern zwar Spaß macht, aber dass man sich dabei auch in kürzester Zeit völlig verausgaben kann. Sie müssen einsehen, dass Klettern eine Sportart ist, die auch Kondition und Technik erfordert.

In der dritten Doppelstunde können es die Schüler dann kaum mehr erwarten, die Wände im Toprope zu erklimmen. Doch Halt: bevor es nach oben geht, muss noch der Partner Check durchgeführt werden und der Lehrer sein OK geben.

Es zeigt sich jedoch schnell, dass Mut und Kraft alleine zum Klettern nicht ausreichen. Bereits nach einigen Metern erkundigten sich so manche Kletterer nochmals nach der Sicherung durch ihren Partner. Vertrauen in einen zuverlässigen Partner und Disziplin sind beim Klettern besonders wichtig. Es erfordert Konzentration und Anstrengung, um den Gipfel bzw. die selbst gesteckten Ziele zu erreichen.

Oben angekommen, die Wand bezwungen, muss man allerdings nun wieder herunter. Das bedeutet für jeden Einzelnen, sich wieder voll auf den Partner zu verlassen. Von diesem muss man sich wieder nach unten ablassen – es kostet schon einige Überwindung, sich in 10m Höhe einfach nach hinten zu lehnen und dem Seilpartner vollständig zu vertrauen.

Viele Schüler halten es zu Beginn nicht für möglich, jemals die Decke der Halle zu erreichen. Umso größer ist dann am Ende die Verwunderung über das, was man selbst durch Willenskraft und Durchhaltevermögen erreicht hat. Das Klettern ist also nicht nur eine Abenteuersportart, sondern trägt auch zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei.

In der vierten Doppelstunde machen die Schüler dann ein Falltraining, um zu erfahren, dass der Sicherungspartner einen auch im Ernstfall bei einem Fall halten kann.

Das Vertrauen in das Material und den Partner wird hierbei geschult. Die Schüler bemerken in dieser Stunde auch die Notwendigkeit eines ökonomischen Kletterstils, da sonst im Stundenverlauf die Arm- und Fingerkraft schwindet und die Klettergriffe nicht mehr gehalten werden können.

In den weiteren Stunden wird dann das erlernte gefestigt, weitere Ziele gesteckt und die Klettertechnik verbessert.

Die unterrichtenden Lehrer sind sich einig, dass dank der optimalen Kletterbedingungen im Kletterwerk, ein besonders konzentrierter und motivierender Sportunterricht stattfinden kann. Auch ist es optimal gelungen, wichtige Unterrichtsinhalte wie Übernahme von Verantwortung, Vertrauen in Mitschüler, Förderung des Selbstbewusstseins und ausdauernde Anstrengungsbereitschaft zu vermitteln.