Sozialpraktikum am Friedrich -Hecker -Gymnasium

Vom 19. bis 30. Januar 2026 absolvierte die Jahrgangsstufe 9 des Friedrich-Hecker-Gymnasiums ihr zweiwöchiges Sozialpraktikum. Dieser feste Bestandteil unseres Schulprofils ermöglicht jungen Menschen wertvolle Einblicke in soziale Arbeitsfelder und eröffnet Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausgehen.

Die Schülerinnen und Schüler waren in einer Vielzahl regionaler Einrichtungen im Einsatz: Alten- und Pflegeheime, Sozialstationen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Inklusionsschulen, Kinderdörfer sowie Sprachheilerziehungskindergärten. Überall wurden sie herzlich aufgenommen und konnten den Alltag der jeweiligen Teams aktiv unterstützen.

Im Mittelpunkt des Praktikums standen zwei zentrale Ziele:

  • Soziales Lernen: Die Jugendlichen erfuhren unmittelbar, wie bedeutsam Empathie, Geduld und verantwortungsvolles Handeln in sozialen Berufen sind.
  • Persönliches Wachstum: Viele berichteten von Begegnungen und Situationen, die sie nachhaltig beeindruckt haben – von kleinen Erfolgserlebnissen bis hin zu Momenten, die neue Perspektiven eröffneten.

Ein besonders häufig genannter Aspekt war das Erleben von Selbstwirksamkeit: Die Schülerinnen und Schüler merkten, dass ihr eigenes Handeln einen Unterschied macht – sei es durch ein unterstützendes Gespräch, eine kleine Hilfestellung oder einfach durch aufmerksame Präsenz. Viele beschrieben, wie motivierend es war zu spüren, dass sie gebraucht werden und dass ihre Beiträge im Alltag der Einrichtungen tatsächlich Wirkung zeigen.

Ebenso berichteten zahlreiche Jugendliche, dass sich anfängliche Unsicherheiten im Umgang mit Menschen, die Unterstützung benötigen, schnell gelegt haben. Durch die täglichen Begegnungen erlebten sie, wie selbstverständlich und bereichernd Kommunikation sein kann – unabhängig davon, ob jemand eine Beeinträchtigung hat oder nicht. Viele betonten, dass sie Menschen in den Einrichtungen als ganz normale Persönlichkeiten mit individuellen Stärken, Humor und Lebensgeschichten kennengelernt haben. Diese Erfahrung hat Hemmschwellen abgebaut und neue Offenheit geschaffen.

In der abschließenden Reflexion in der Schule zeigte sich ein klares Bild: Der allergrößte Teil der Schülerinnen und Schüler war begeistert und hatte viel Interessantes zu berichten. Besonders hervorgehoben wurden das Gefühl, Verantwortung übernehmen zu können, das Vertrauen der betreuenden Teams und die Erkenntnis, dass man selbst in kurzer Zeit etwas Positives bewirken kann.

Das Friedrich-Hecker-Gymnasium dankt allen beteiligten Einrichtungen für ihre Offenheit und Unterstützung. Ebenso gilt den Schülerinnen und Schülern Anerkennung für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich auf neue Herausforderungen einzulassen.

Das Sozialpraktikum bleibt damit ein bedeutender Lernort, an dem junge Menschen Verantwortung übernehmen, über sich hinauswachsen und die Bedeutung sozialen Handelns unmittelbar erfahren.

Die Fachschaften Religion & Ethik, Till Rehfeld

 

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