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Mkid-AG Ausflug

Mkid-AG – Was ist das?

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie viele Klavierstimmer es eigentlich in Chicago gibt? Vielleicht ist das eine komische Fragestellung, aber sie ist berechtigt. Und genau mit solchen Fragen beschäftigt sich die Mkid-AG. Dieses Jahr meldeten sich über dreißig Kinder für das Programm an, daher findet jeden Dienstag- und Donnerstagnachmittag die AG statt. Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen. Geleitet wird die AG von Dr. Albert Stadler, finanziert von der Vector Stiftung, die viele verschiedene MINT-Programme fördert und unterstützt. Mkid spricht hauptsächlich Schüler im Mittelfeld an.

In der sechsten Klasse ist Mathe für viele Kinder ein kompliziertes Fach, das nur aus Zahlen, Punkten und Strichen besteht. Durch diese Einschüchterung geht gutes Potenzial verloren. Die Mkid-AG ist dafür da, dass das Potenzial der Kinder geweckt wird. So wird aus „Mathe kann ich gar nicht!“ „Mathe kann ich doch!“. Die Mkid-AG befasst sich mit Themen, die unabhängig vom aktuellen Matheunterricht in der großen Welt der Mathematik zu finden sind. Mkid ist also kein Förderprogramm. Im Vordergrund steht das Ziel, das Selbstbewusstsein jedes einzelnen zu wecken und nicht bei den großen Problemen der Mathematik zu verzweifeln. Zusammen sucht man Strategien, wie man Probleme, die vielleicht schwierig aussehen, ganz einfach lösen kann. Viele Aufgaben werden zusammen in der Klasse besprochen, bei manchen muss auch erstmal alleine geknobelt werden. Bei anderen Problemen muss man sich auch als Team den Kopf zerbrechen.

Damit das mit der Teamarbeit auch klappt, gab es am Anfang des Jahres zwei Tagesausflüge mit der Mkid-AG. Im Oktober besuchte die erste Gruppe den Kletterpark Immenstaad-Kressbronn. Im November ging die andere Gruppe am gleichen Ort zusammen Bogenschießen. Beide Male standen zusätzlich auch teamkooperative Spiele im Vordergrund, bei denen das Team enger zusammengeschweißt wurde.


Doch wie startet man überhaupt, wenn man eine komplexe Aufgabe lösen muss? Am Anfang steht meistens ein Geistesblitz, eine plötzliche Idee, die den Einstieg vorgibt. Nun muss man die Aufgabe in kleine Häppchen zerlegen, die man dann ganz einfach nacheinander bearbeiten kann. Können wir das auf unsere Aufgabe mit den Klavierstimmern übertragen? In Chicago leben ungefähr drei Millionen Menschen. Durchschnittlich leben je zwei Menschen in einem Haushalt. Das macht dann 1,5 Millionen Haushalte. Ungefähr jeder zwanzigste Haushalt hat ein Klavier zuhause, also 1,5 Millionen geteilt durch 20, ergibt 75000 Klaviere. Der Klavierstimmer braucht ca. zwei Stunden, um ein Klavier zu stimmen. Normalerweise arbeitet ein Klavierstimmer 8 Stunden am Tag an 200 Tagen im Jahr. Pro Jahr kann er also 800 Klaviere stimmen. Demnach müsste es also etwa 100 Klavierstimmer in Chicago geben. Eigentlich ganz einfach, oder? Klar! Mathe kann ich doch!

Quelle: https://mathematik.ph-gmuend.de/themes/multipurpose/images/slide-image-1@2x.jpg

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