Muffins für den Frieden! Kuchenverkauf der 6b

Am 07.03.2022, dem Montag nach den Fastnachtsferien, haben wir im Geschichtsunterricht der Klasse 6b über den Krieg in der Ukraine geredet, der uns alle betroffen, ratlos und unsicher gemacht hat, weshalb wir beratschlagt haben, was wir als Klasse dagegen tun könnten. So kamen wir auf die Idee, einen großen Kuchenverkauf mit Flohmarkt durchzuführen, um den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine zu helfen. Dieser Vorschlag wurde in der Klasse begeistert aufgenommen und noch in derselben Stunde besorgte uns unsere Geschichts- und Klassenlehrerin Frau Kattentidt im Rathaus eine Sondergenehmigung für einen Stand auf dem Radolfzeller Wochenmarkt.

Trotz der kurzen Vorbereitungszeit konnten wir am Mittwoch, den 09. März, den Marktbesuchern einen Stand voll mit leckeren Muffins, Gebäck, Kuchen, Pizzaschnecken und einer Fülle von Flohmarktartikeln präsentieren.

 

Die ersten kamen und waren begeistert, aber außer ein paar Gelegenheitskäufen, die noch nicht wirklich viel Geld in die Spendenkasse spülten, war am Anfang noch nicht so viel los. Dies änderte sich gegen 9 Uhr, als das Markttreiben so richtig losging, und unser Verkaufsteam alle Hände voll zu tun bekam. Das stachelte natürlich unsere Motivation an und innerhalb kürzester Zeit hatten vor allem unsere Mädchen bereits ein Drittel unserer Backwaren verkauft. Als die Besorgnis stieg, die Standzeit nicht gewinnbringend ausreizen zu können, kam von ein paar Jungs die Idee auf, mit einer Spendenbox für unser Anliegen im Umkreis unseres Standes herumzugehen. Dieser spontane Einfall sollte sich als eine sinnvolle Erweiterung unseres Gesamtengagements herausstellen; nicht nur dadurch, dass wir noch mit viel mehr Marktbesuchern ins Gespräch kamen, sondern auch dadurch, dass wir unsere Spendenkasse deutlich aufbessern konnten. Die ganze Klasse hat sich unter der engagierten Leitung von Frau Kattentidt voll ins Zeug gelegt, bis wir dann am frühen Nachmittag den Stand abbauen mussten.

Als wir am Tag darauf gemeinsam die Spenden und den Erlös unseres Verkaufs zählten, waren wir von dem Ergebnis richtig baff. Gemeinsam hatten wir es geschafft, innerhalb kürzester Zeit 2000,- € für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine einzunehmen. Ja, angesichts dieses Ergebnisses waren wir ein bisschen stolz auf uns, durften aber auch erfahren, wie spenden- und kaufsbereit die Radolfzeller Bürger angesichts des Zweckes unserer Aktion waren. Zwar gab es auch wenige unschöne Begegnungen, in denen wir beschimpft oder uns Lügen vorgeworfen wurden, aber weder ließen wir uns davon unterkriegen noch prägten diese das Bild unseres Engagements auf dem Wochenmarkt. Unserem Beispiel folgend haben noch viele Klassen des FHG ähnliche Aktionen durchgeführt und auch wenn wir den Krieg auf diese Weise nicht beenden können, so haben wir erfahren, dass wir sehr wohl etwas tun können, um das Leid, das durch ihn entsteht, lindern zu können. Wir danken allen Käufern und Spendern und wünschen uns ein schnelles Ende des Krieges.

 

Lunas Schweizer, 6b